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Rechtlicher Hintergrund des Angelns

Die Fischerei und das Angeln werden rechtlich durch das Gesetz XLI. von 1997, dessen Änderung unter Gesetz CXIX. von 1999 und dessen Durchführungsverordnungen 73/1997. (X.28.) FM-KTM über die Schonzeiten und 78/1997. XI.4. FM über die Mindestgröße der zum Fang frei gegebenen Fischarten geregelt; die Ausrüstung der Boote und den Verkehr zu Wasser regelt die Schiffereiverordnung als Anlage der Verordnung 27/1993. KHVM; die Schaffung stehender Gewässer regelt die Verordnung des OVH -Vorsitzenden Nr. 2/1985 und die Regierungsverordnung 72/1996. (V.22.).

Es folgen die wichtigsten Regeln:

  1. Zum Angeln berechtigt ist, wer über einen staatlichen Anglerschein und eine Genehmigung für das Gebiet des betreffenden Gewässers verfügt. Diese Regel gilt für jedermann: auch für Ehepartner, andere Familienmitglieder und Gäste.
    Einen staatlichen Anglerschein kann nur der ungarische Staatsbürger erhalten, der eine Anglerprüfung abgelegt hat und Mitglied eines Anglervereins ist, der innerhalb der letzten drei Jahre wegen keiner Straftat bezüglich des Angelns (der Fischerei) strafrechtlich belangt wurde, gegen den innerhalb eines Jahres wegen Regelwidrigkeit bezüglich des Angelns (der Fischerei) kein rechtskräftiges Urteil gefällt wurde und der seine Fangregister abgegeben hat.
  2. Der zum Angeln Berechtigte ist während des Angelns verpflichtet, seinen Personalausweis, seinen Anglerausweis, seine Mitgliedskarte, seinen staatlichen Anglerschein, sowie seine Gebietsgenehmigung und sein Fangregister bei sich zu tragen und diese auf Aufforderung den kontrollberechtigten Personen (Fischwart, offizieller Fischwart, Polizist und andere behördliche Beamten) zur Kontrolle auszuhändigen. Außerdem muss er die Kontrolle des Anglerzubehörs und der Beute ermöglichen.

    Die kontrollberechtigten Personen können das Fahrzeug, in dem sich vermutlich Fischbeute befindet, in ihrem Wirkungsgebiet aufhalten, untersuchen und bei unrechtmäßiger Fischbeute Maßnahmen gegen die Täter ergreifen.

    Die kontrollberechtigten Personen können die Anglerausrüstung des Fischdiebes in jedem Fall, die des zum Angeln Berechtigten dann beschlagnahmen, wenn diese als gegenständlicher Beweis der erfolgten Regelwidrigkeit dient (z.B. Ausrüstung zum Durchkämmen, Ködernetze größer als einen Quadratmeter usw.). Die kontrollberechtigte Person stellt eine Bescheinigung über die beschlagnahmten Werkzeuge aus. Die rechtswidrig gefangenen lebenden Fische bringt er unverzüglich zurück ins Wasser. Die kontrollierende Person kann die für die betreffenden Gewässer gültige Genehmigung des Anglers, der die Regeln verletzte, in schwerwiegenden Fällen auch den staatlichen Anglerschein des Betreffenden einziehen, um diese an die Fischereibehörde weiter zu leiten, wobei eine Ausstellung entsprechende Bescheinigung erstellt wird. Die Maßnahmen werden in den Fangregistern vermerkt.
  3. Das ganze Jahr ist es verboten, aus Naturschutzgründen geschützte Fischarten zu fangen. Andere Fischarten dürfen nicht in deren Schonzeit gefangen werden. Die zur ersten Gruppe gehörenden Arten beinhaltet der staatliche Anglerschein, die zur zweiten Gruppe gehörenden stehen im staatlichen Anglerschein, bzw. in einer im Fangregister zu lesende Information bezüglich des betreffenden Jahres. Allgemeine Angel- und artenspezifische Schonzeiten können in der örtlichen Anglerordnung nach dem Aussetzen der Fische und für ein bestimmtes Gebiet angeordnet werden.
  4. Einzelne Fischarten dürfen nur dann gefangen werden, wenn sie eine bestimmte Größe erreicht haben. Deren Aufzählung ist in den staatlichen Anglerscheinen und im Fangregister nachzulesen. Die örtlichen Anglervereine können auch auf weitere Fischarten eine Maßeinschränkung vorschreiben.
  5. Die ihrer Art nach unter das Verbot fallenden oder unter dem Maß gefangenen Fische sind egal ob lebend oder leblos unverzüglich und vorsichtig – nicht geworfen – ins Wasser zurück zu befördern.
  6. Die Anzahl der täglich erlaubten Fangmenge der unter die Maßbeschränkung fallenden Fische enthält die Unterweisung des Fangregisters. Die örtliche Anglerordnung kann strengere Mengeneinschränkungen vorschreiben.
  7. Die örtliche Anglerordnung kann - auf Grundlage des im Vorfeld eingeholten Einverständnisses der Fischereibehörde – bezüglich der artspezifischen Schonzeit und der kleinsten zum Fang frei gegebenen Maße und Mengen von den Ausführungen der Rechtsvorschriften abweichen.
  8. Die Anzahl der gleichzeitig nutzbaren Anglerruten, bzw. die Anzahl der Haken beinhaltet die Rechtsvorschrift und das Fangregister. Die örtliche Anglerordnung kann diese Verordnung strenger handhaben, sowie über die Punkte 9., 10., 11 hinaus die Anwendung einzelner Angler- und Fischfangmethoden (z.B. Gebrauch von Booten, Schleppen, bestimmte Köder und künstliche Köder, bestimmte Ausrüstungen, nächtliches Angeln usw.) zeitweise oder gänzlich verbieten. Mit den gleichzeitig mit den Ruten anwendbaren Köderfischfänger-Hebenetzen dürfen nur Köderfische zum Angeln von Raubfischen gefangen werden. Es ist verboten, mit diesem Netz Fische zum Verzehr oder als Futter für Haustiere zu fangen, bzw. sie bei ihrem Gebrauch von dem benutzten Haken zu entfernen.
  9. Es ist verboten, den Haken mit ruckartigen Bewegungen einzuholen, sodass der Haken außen am Körper des Fisches hängen bleibt („harken”). Es ist verboten Zubehör zu benutzen, dass von vorn herein zu diesem Zweck hergestellt wurde (z.B. große in Blei verankerte Einer- oder Dreierhaken oder der über das Endblei ohne Latz an die Hauptschnur gebundene Einer- oder Dreierhaken).
  10. Der Besitzer des Bootes ist verpflichtet dafür zu sorgen, dass die Ausrüstung und der technische Zustand des Bootes den Vorschriften der Wasserordnung entsprechen. Der Fahrer des Bootes ist immer verpflichtet, das Wasserfahrzeug nach den Verordnungen der Schifffahrt-Vorschriften zu fahren. Man muss mit dem Boot in dem notwendigen Abstand vom Ufer, den Anglerbänken oder von den Ausrüstungen der aus dem Boot Angelnden fahren.
  11. Angeln darf man nur unter Einhaltung der Prioritäten des Wasserverkehrs. Bei Beendigung des Angelns müssen die zum Angeln benutzten Stöcke und Bojen aus dem Wasser entfernt werden.
  12. Außerhalb der Schifffahrtwege darf man in zum Wasserverkehr geeigneten Gewässern unter Einhaltung der diesbezüglichen Rechtsvorschriften Anglerstände schaffen.
  13. Der Angler in Grenzgewässern ist verpflichtet, die Grenze, sowie die Vorschriften bezüglich des Verkehrs in Grenzgewässern zu beachten.
  14. Der Angler ist verpflichtet das Fangregister zu führen, dieses zur angegebenen Frist an den Verein zu schicken oder an der im Register angegebenen Adresse abzugeben. Die Zusammenfassung der Daten der Register ist hinsichtlich der Einschätzung des Fischbestandes und der Fischwirtschaft von Bedeutung. Die örtliche Anglerordnung kann vorschreiben, dass nach dem Fangen von durch Größeneinschränkung geschützten Fischen diese sofort, vor dem Fortsetzen des Angelns eingetragen werden müssen. Staatliche Anglerscheine und Vereinskarten kann nur bekommen, wer sein Fangregister des vergangenen Jahres abgegeben hat.

    Das Fangregister muss nach den Vorschriften unter dem Titel „Wissenswertes“ geführt werden.
  15. Der Angler ist verpflichtet, das Anglerverbot in Gewässerteilen, die von der Fischereibehörde zum Schongebiet erklärt wurden, einzuhalten. Außerdem muss er in sonstigen Gewässern die festgelegten Einschränkungen der Wasserschutz- und Naturschutzbehörde einhalten.
  16. Verletzungen der Vorschriften dieses Kapitels ziehen in Abhängigkeit von der Gewichtigkeit der Tat ein Strafverfahren oder ein Verfahren wegen Regelwidrigkeit oder ein Verfahren zur Strafgebühr nach sich.
  17. Der Angler soll Wasserverschmutzungen im Falle von ausgelöstem Verenden der Fische unverzüglich dem Fischwart oder anderen zuständigen Personen, dem Verein, bzw. der zuständigen Fischereibehörde oder dem Umweltschutzamt melden.

Moralische Regeln des Angelns

Moralische Regeln des Angelns sind Normen des menschlichen Verhaltens, die der kultivierte Mensch anderen gegenüber einhält und von anderen erwartet. Anhand des Verhaltens des Anglers am Wasser wird die gesamte Anglergesellschaft beurteilt.

Bei grober Verletzung der moralischen Vorschriften kann der Verein ein Disziplinarverfahren einleiten.

  1. Im Interesse eines Verhaltens, das einem kultivierten Menschen würdig ist, ist es empfehlenswert, vor und während des Angelns auf den Verzehr von Alkohol zu verzichten, denn dies kann zu schweren Unfällen am Ufer oder im Boot führen.
  2. Insofern der Angler ein Radio oder einen Rekorder bei sich führt, nutzt er diese nur mit Kopfhörern oder mit minimaler Lautstärke, um die Erholung Anderer nicht zu stören. Schreien und Lärm sollen vermieden werden, und man soll auf unflätige Redensarten verzichten, die Andere empören könnten.
  3. Auf stark besuchten Anglerplätzen sollen sich die später ankommenden so platzieren, dass sie die Anwesenden nicht beim Angeln stören, und dass die Inanspruchnahme ihrer Bereitschaft keine Unfallgefahr bedeutet.
  4. Insofern irgendwo serienmäßig Fische unter dem Mindestmaß an den Haken geraten, sollen im Interesse der Schonung des Fischbestandes Ort und Methode gewechselt werden. Das ist auch dann begründet, wenn trotz vorschriftsmäßigen Angelns der Haken serienmäßig von außen am Fisch hängen bleibt.
  5. Der Angler schützt den Fischbestand, aber er neidet den Anderen nicht deren Fischfang, sondern er hilft seinen Anglerkollegen mit seinen Erfahrungen und seinem Rat, vor allem den jungen, den Anfängern und den Anglertouristen aus anderen Teilen des Landes, aber auch denen, die durch ihr Alter oder ihre körperliche Behinderung in höherem Maße darauf angewiesen sind.
  6. Der Angler soll die im Interesse des Schutzes des Fischbestandes durchgeführten Kontrollen nicht als unbegründete Belästigung empfinden. Er soll die verantwortungsvolle Arbeit der Fischwarte unterstützen, die diese für die zuverlässigen Angler erledigen.
  7. Der Angler soll die Beteiligung an Umweltschutzarbeiten als Verpflichtung ansehen.